Up and Coming: Förderpreis für junge Buchgestaltung 2023

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Up and Coming: Förderpreis für junge Buchgestaltung 2023
Anna Wank, Shinichiro Shiraishi, Carlota Barberán Madruga

13. Juli - 26. August, 2023 

Vernissage⎢Do. 13. Juli, 18 - 21 Uhr 
Öffnungszeiten ⎢Do. + Fr. 11 – 18 Uhr⁠ / Sa. 11 – 16 Uhr⁠ und nach Vereinbarung
Sommerpause⎢1. -6. August, 2023

In Kooperation mit Stiftung Buchkunst 

Interview / Lesart Deutschlandfunk Kultur mit Jaja Mirani  
Artikel / taz, Faltung, Bindung, Bebilderung von Marlena Wessollek

 

Das einBuch.haus und die Stiftung Buchkunst setzen ihre Kooperation mit der Präsentation der Prämierten des „Förderpreis für junge Buchgestaltung“ 2023 fort.

Die mit dem Förderpreis für junge Buchgestaltung 2023 ausgezeichneten Gestalter:innen Anna Wank, Carlota Barberán Madruga und Shinichiro Shiraishi zusammen mit Enno Pötschke werden mit einer Ausstellung gewürdigt. Gezeigt werden die drei prämierten Publikationen, aber ebenso deren Übersetzung in den Raum: Inszenierte Auszüge aus den Werken, skulpturale Manifestierungen von Fotografien, ebenso wie Interviews aus der Entstehungsphase. Ergänzt durch Kunstdrucke, Plakate und die Shortlist des diesjährigen Förderpreises für junge Buchgestaltung. Die drei Arbeiten verbindet die Wiedergabe einer persönlichen Sichtweise, die durch das Mittel des gedruckten Objektes auch für Außenstehende begreifbar wird.

Anna Wank
Entblößen & Verdecken

Shinichiro Shiraishi, Design: Enno Pötschke, published by Edition Taube
Samsara

Carlota Barberán Madruga
Willkommen

 


 

Entblößen & Verdecken // Anna Wank
Was haben Picassos „Frauen von Algier“ und Melanie Bonajos „Pee on Presidents“ gemeinsam? Sie bilden Entblößung ab und wurden deshalb zensiert. Jedoch sind oft Entstehungs- und Zensurjahr nicht identisch, manchmal sogar Jahrhunderte auseinander. So wurde ein Bild der ca. 30.000 Jahre alten Venus von Willendorf erst 2021 auf Social Media zensiert. Wieso das Darstellen von Nacktheit bis heute immer wieder zensiert wird und zu welchen absurden Konsequenten dies in der Kunst führen kann, wird in dem Buch gezeigt. Auch im Layout wird das Thema aufgegriffen, indem mit Verdecken von Seiten und Formtexten gespielt wird.


Anna Wank (*1995) studierte Kunstgeschichte an der LMU in München und an der VIU in Venedig. Anschließend studierte sie Kommunikationsdesign an der HAW in Hamburg und an der MICA in Baltimore, USA. Sie arbeitet als Grafikdesignerin bei Studio Oeding in Hamburg und gestaltet als Freelancerin hauptsächlich Projekte im Kulturbereich, für die sie unter anderem Kataloge, Magazine und Poster konzipiert. Ihr Fokus liegt auf Print und Typografie.

Samsara // Shinichiro Shiraishi, Design: Enno Pötschke, published by Edition Taube
„Als ich in Dungeness war, hatte ich das Gefühl, die Landschaft sei genau das, was ich gesucht hatte“, erklärt Shiraishi. Die auf analogem Film aufgenommenen und digital bearbeiteten und monochromen Konturen der Landschaft heben sich von den Seiten schimmernd ab. „Natur und künstliche Objekte existieren dort gleichwertig und jenseits der Zeit. Ich habe versucht, sie wie eine Enzyklopädie von Blumen zu erfassen.
In Dungeness herrscht eine Balance: Leben und Tod, Yin und Yang, Schwarz und Weiß. Die Dualität des Ortes findet sich auch in der Gestaltung des Buches wieder. Bilder schimmern, schwarze Seiten balancieren das Weiß, Hühnergötter durchstoßen Papier. Durch den Einbruch von Zeit und Raum bringen sie uns den Emotionen und Landschaften von Dungeness näher ­– einer kopfsteingepflasterten Landzunge, die am Rande Englands gestrandet ist.


Shinichiro Shiraishi (* 1986) ist ein in Berlin lebender japanischer Fotograf, dessen Interesse an Naturlandschaften und an fotografischen Mittel in dem Buch Samsara vereint werden. Die Bilder in Samsara entstanden an der englischen Küste in Dungeness und sind beeinflusst von Shirashis Erinnerungen an das Haus seiner Großeltern auf dem Land in Japan und der dort gewonnenen Erkenntnis, dass das Natürliche und das vom Menschen Geschaffene beides Teil der Landschaft, Teil der Natur sind.

Willkommen // Carlota Barberán Madruga
Carlota Barberán Madruga hat nach ihrer Ausbildung zur Fotografin und Art Director Kommunikationsdesign an der Hochschule München studiert. 2012 zog sie von Salamanca, Spanien, nach München wo sie seitdem lebt und arbeitet.
Die Rolle als Frau, sowie als Migrantin und die damit verbundenen Erfahrungen, haben Gestaltung und Thematik ihrer Arbeiten maßgeblich geprägt, sowie ihre Entscheidung zum beruflichen Werdegang beeinflusst. Die Arbeit als Freiberuflerin ermöglicht es ihr, ihr Interesse und ihr Engagement für eigene soziale Projekte zu stärken. Ihre Projekte erstrecken sich von Digital bis zu Print über die Schnittstelle zwischen beiden Bereichen.
Sie schafft Rhythmus in Strukturen und sucht nach einem visuellen Pragmatismus.
Von bürokratischen Strukturen bis hin zur Sexualisierung eines Akzents, sammelt die Publikation Willkommen Erfahrungen von Migrant*innen und stellt diese der medialen Berichterstattung gegenüber. Es entfaltet sich eine Sprache, die nicht absichtlich fehlerhaft ist und eine gewisse Naivität in Kombination mit Aufrichtigkeit und Tiefe vermittelt.
(Statement) Unsere Kommunikation bildet eine Brücke zwischen dem Sozialen und dem Emotionalen.

PRESSMITTEILUNG

Ausstellungsansicht: Up and Coming: Sponsorship Prize for Young Book Design 2023, einBuch.haus, 2023 (Foto: Hyemi Cho)

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