



Anti-Environments
In Anti-Environments beschäftigt sich der Designer und Künstler Luis Adrian Borchardt mit der Frage, wie die Zweckentfremdung digitaler Werkzeuge und alternative Designprozesse neue kreative Potenziale eröffnen und zu mehr Autonomie und experimenteller Praxis im Umgang mit digitalen Medien führen können. Er hat ein höchst unkonventionelles Handbuch zu Gestaltungswerkzeugen geschaffen, das bestehende Konventionen und Arbeitsweisen durch Reibung hinterfragt. Seine bewusste Auseinandersetzung mit Spannungsfeldern und Beschränkungen von Software bricht vertraute Nutzungsweisen auf und öffnet neue, unerforschte Wege für kreative Prozesse. Digitale Medien müssen dabei nicht als lineare Abläufe verstanden werden, sondern als dynamische, formgebende Systeme, die sich nutzen und umnutzen lassen.
Borchardts Buch selbst ist ein solches «Anti-Environment»: Er hat es nicht mit gängigen Designprogrammen gestaltet, sondern vollständig in Google Sheets. Damit zeigt er einen alternativen hybriden Publikationsansatz, der Leser:innen ermöglicht, das Werk aus dem Web selbst auszudrucken und zu binden. So verfolgt er mit dem Buch ein offenes, demokratisches Konzept, Wissen niederschwellig zugänglich zu machen und zu verbreiten.
Ausgezeichnet mit einem Förderpreis für junge Buchgestaltung 2025 der Stiftung Buchkunst und einem International Creative Award 2025. Nominiert bei den Tokyo TDC Annual Awards 2026 und auf der Longlist des Wettbewerbs forms of publication 2026.
Anti-Environments
Luis Adrian Borchardt
einBuch.haus / Scheidegger & Spiess, 2026
148 x 210 mm, 228 S. Englisch und Deutsch, Paperback
ISBN 978-3-03942-337-8 (EN) ISBN 978-3-03942-336-1 (DE)
Auflage von 600 (EN) und 500 (DE)
Book Release: Anti-Environments
10. April, 2026
Up and Coming: Sponsorship Prize for Young Book Design 2025
17. Juli - 16. August, 2025

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einBuch.haus
Ein Projektraum und ein Verlag mit Sitz in Berlin, präsentiert internationale Künstler*innen und Grafiker*innen durch Ausstellungen, die das Konzept eines Buches in den dreidimensionalen Raum übertragen, und veröffentlicht diese Ausstellungen zudem in Buchform, um das Medium des Künstlerbuches hervorzuheben.